Standard

FCI

Standard Nr. 188 /  27. 04. 1998 /  D

ÜBERSETZUNG

Frau Michèle Schneider, von Dr.Paschoud überarbeitet.

URSPRUNG

Marokko

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL-STANDARDES

08.01.1998

VERWENDUNG

Jagd auf Sicht

KLASSIFIKATION FCI

Gruppe 10 Windhunde
Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde
Ohne Arbeitsprüfung, Rennlizenz

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS

Der Sloughi ist seit Jahrhunderten in Nordafrika heimisch. In Marokko, für den Standard verantwortliches Land, ist er zur Zeit in größerer Zahl vorhanden. Er kommt nur kurzhaarig vor.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD

Durch sein Aussehen, die Feinheit seiner Gewebe und die Trockenheit seiner Muskulatur ist seine Gesamterscheinung die eines sehr rassigen und eleganten Hundes.

WICHTIGE PROPORTIONEN

Bei einem Rüden von der Idealgröbe von 70 cm sollte die scapulo-ischiale Körperlänge 67-68 cm betragen.  Bei einer Hündin von der Idealgröße von 65 cm sollte die scapulo-ischiale Körperlänge 62-63 cm betragen.  Die scapulo-ischiale Körperlänge verhält sich zur Widerristhöhe wie 9,6 zu 10 (0,96).
Die Tiefe der Brust verhält sich zur Widerristhöhe wie 4 zu 10 (0,4).
Die Fanglänge verhält sich zur Gesamtlänge des Kopfes wie 1 zu 2 (0,5).

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN)

Obgleich edel und stolz hängt er sehr an seinem Herrn und verteidigt ihn bei Veranlassung. Mit dem Instinkt des Jägers ausgestattet und zu ausdauernder Anstrengung fähig, schätzt er gleichwohl die bequeme Behaglichkeit eines Heims.

KOPF

Von der Seite gesehen ist der Kopf langgestreckt, elegant, fein, jedoch ausreichend kräftig. Von oben gesehen bildet er einen sehr langgestreckten Keil, wobei der Schädel den breitesten Teil ausmacht, der sich dann bis zu der vom Nasenschwamm gebildeten Spitze hin verjüngt.

OBERKOPF

Schädel
Ziemlich breit und von der Seite gesehen flach; von Ohr zu Ohr mibt er 12 bis 14 cm. Im hinteren Teil ist er deutlich abgerundet und an den Seiten harmonisch geschwungen. Die Augenbrauenbogen treten wenig hervor, die Stirnfurche ist kaum ausgebildet und das Hinterhauptbein und der Hinterhauptstachel sind knapp sichtbar.

Stop
Wenig ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL

Nasenschwamm
Schwarz, kräftig genug, um nicht spitz zu erscheinen; Nasenflügel weit geöffnet; da keine knöcherne Basis ihn stützt, fällt er andeutungsweise ab.

Fang
In Form eines ohne Übertreibung langgestreckten Keils, von deutlich gleicher Länge wie der Oberkopf. Der Nasenrücken verläuft von seiner Verschmelzung mit dem Oberkopf an gerade.

Lefzen
Fein und schmiegsam, den Unterkiefer gerade eben bedeckend. Der Lippenwinkel soll so wenig wie nur möglich sichtbar sein.

Kiefer/Zähne
Zähne normal, Kiefer kräftig und regelmässig. Scherengebiß.

Augen
Grob, dunkel, gut in den Augenhöhlen eingefasst, gelegentlich durch eine leichte Schräge der Augenlider ein wenig verdeckt. Ihr Ausdruck ist sanft, ein wenig traurig, der Blick wie voll Heimweh. Bei hellem Haarkleid kann das Auge bernsteinfarben sein. Die Lidränder sind pigmentiert.

Ohren
Hoch angesetzt, etwas über der Augenlinie, hängend, gut am Kopf anliegend, nicht zu groß, von dreieckiger Form, an der Spitze leicht abgerundet.

HALS

Lang, gut abgesetzt, Oberlinie leicht gebogen; seine Länge entspricht deutlich der Länge des Kopfes. Die Haut ist fein, recht straff, ohne Wamme. Das Haar ist kurz.

KÖRPER

Obere Profillinie
Sanft und harmonisch geschwungen, mit gut vorstehenden Hüften, deren Höhe der Widerristhöhe entspricht oder diese leicht übertrifft.

Widerrist
Gut vorstehend.

Rücken
Kurz, fast waagrecht.

Lenden
Kurz, trocken, breit und leicht gewölbt.

Kruppe
Knochig, breit, schräg ohne stark abzufallen.

Brust
Nicht zu breit; in der Tiefe reicht sie kaum bis zu den Ellenbogen. In der Länge ist sie gut entwickelt. Die Rippen sind flach.

Untere Profillinie und Bauch
Brustbein lang und hochgezogen, Bauch und Flanken gut aufgezogen. Die untere Linie bildet einen regelmäbigen Bogen, sie ist weder abgehackt noch übermäßig aufgezogen.

RUTE

Dünn, hager, in der Verlängerung der Kruppe angesetzt und unterhalb der Rückenlinie getragen. Sie soll mindestens bis zum Fersenhöcker reichen. In der Ruhe zeigt das Rutenende eine ausgeprägte Biegung.

GLIEDMASSEN
VORDERHAND

Allgemeines
Vollkommen gerade und senkrecht.

Schultern
Lang und schräg.

Oberarm
Kräftig.

Unterarm
Knochig und muskulös.

Vorderfußwurzelgelenk und Vordermittelfuß
Biegsam und kräftig.

HINTERHAND

Allgemeines
Von hinten gesehen gerade und senkrecht; Muskeln flach; Sehnen abgesetzt.

Oberschenkel
Flach und muskulös.

Unterschenkel
Lang und gut bemuskelt.

Sprunggelenk
Kräftig, gut gewinkelt.

Hintermittelfuß
Kräftig, ohne Afterkrallen.

PFOTEN

Mager, länglich-oval, bei vielen leichten Sloughis deutlich die Form einer Hasenpfote annehmend. Die beiden mittleren Zehen sind deutlich länger als die anderen. Die Krallen sind schwarz oder farbig.

GANGWERK

Gangarten Schritt, Trab und Galopp. Die Bewegung soll geschmeidig und leichtfüssig sein, die Schritte aus- und raumgreifend.

HAUT

Sehr fein, gut am Körper anliegend, ohne Falten oder Wamme.

HAARKLEID

Haar
Sehr kurz, dicht und fein.

Farbe
Alle Tonschattierungen von hell-sandfarben bis zu rot-sandfarben; mit oder ohne schwarze Maske, mit oder ohne schwarzen Mantel, mit oder ohne schwarze Stromung, mit oder ohne schwarze Wolkung.

GRÖSSE

Widerristhöhe
Rüden 66-72 cm.
Hündinnen 61-68 cm.

FEHLER

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.

  • Schlechtes Verhältnis zwischen Widerristhöhe und scapulo-ischialer Körperlänge.
  • Kopf und Körper etwas schwerfällig.
  • Stop zu stark oder zu wenig betont.
  • Augen zu hell.
  • Rücken nicht horizontal.
  • Kruppe schmal, ungenügend oder allzu schräg.
  • Bauch wenig aufgezogen.
  • Runde Rippen.
  • Brust zu kurz, im Profil abgehackt oder zu stark gewölbt.
  • Rute zu kurz, zu stark behaart oder schlecht getragen.
  • Rundlich vorspringende Muskeln.
  • Haar rauh und grob.
  • Kleines weißes Abzeichen an der Brust.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER
  • Aggressiv oder ängstlich.
  • Körper eindeutig länger als hoch, Hüften tiefer gelegen als der Widerrist.
  • Depigmentierte Stellen an den Schleimhäuten.
  • Vor- und Rückbiß.
  • Gerade stehende oder mit gekippten Spitzen aufgerichtete Ohren, zu lange Ohren, zurückgeworfene Ohren (Rosenohren).
  • Halblanges Haar.
  • Gliedmassen und Rute mit Fransen.
  • Weiße Stiefel, größere weiße Abzeichen.

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

N.B.
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Beschreibung

Geschichte

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Sloughi gehört zu den ältesten bekannten Hunderassen. Sie werden zu den orientalischen Windhunden gerechnet. Hunde dieses Typs sind schon auf mehr als dreitausend Jahre alten ägyptischen Wandreliefs dargestellt. Noch ältere Zeugnisse von glatthaarigen, hängeohrigen Windhunden stammen aus der Blütezeit des mesopotamischen Reiches vor über 6000 Jahren. Auch auf alten historischen Mosaiken Nordafrikas, aus der Zeit um Christi Geburt, wurden sandfarbene, schwarze und gestromte Windhunde bei der Jagd auf afrikanisches Wild dargestellt. Der Sloughi ist von seiner Tradition her der Jagdhund der Nomadenstämme Nordafrikas, der Berber und der Beduinen. Bedeutende Scheichs unterhielten große Sloughi-Zuchten. Die Sloughis wurden, begleitet von abgerichteten Falken, im Sattel vor den Reitern sitzend, mit auf die Jagd genommen. Nach Europa gelangten erste Berichte vom Sloughi durch die Entdecker und Reisenden, die mit Beginn des 19. Jahrhunderts die bis dahin verschlossene arabische Welt zu erforschen begannen. Der Ursprung des Sloughi liegt vermutlich im Vorderen Orient, das genaue Ursprungsgebiet läßt sich jedoch nicht genau abgrenzen.

aus dem El Djem Mosaik, Bardo Museum in Tunesien ca. 300 vor Christi Geburt

El Djem Mosaik, Bardo Museum in Tunesien ca. 300 A.D. Foto von Sir Terence Clark

El Djem Mosaik, Bardo Museum ca 400 a.d.

El Djem Mosaik, Bardo Museum ca 400 A.D. Foto von Sire Terence Clark

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Gefolge arabischer Eroberer kam er dann wahrscheinlich nach Nordafrika und wurde in Ägypten, Libyen und Mauretanien, aber auch in den entlegensten Winkeln der Wüste heimisch. Die Völker der Wüste unterschieden bis heute den einfachen Hund, den sie in ihrer Sprache als “Kalb” bezeichnen, vom “Hor”, dem Windhund, einem wesentlich edleren Tier. Vor allem die Berber fanden großen Gefallen an ihrem vierbeinigen Gefährten. Sie schätzten seine strenge Eleganz und sorgten für die Erhaltung der Rasse. Kehrte der Sloughi von der Jagd zurück, so durfte er sich im Zelt seines Herrn ausruhen. Zu seinen heutigen anerkannten Ursprungsländern gehören Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen. Nach Europa gelangte der Sloughi über Frankreich. Mitte des 19. Jahrhunderts, etwa 20 Jahre nach der Besetzung Algeriens, erkundeten die Franzosen erstmals gründlich die Gegenden jenseits des Atlasgebirges. General Daumas veröffentlichte 1851 ein Buch über diese Expeditionen, in dem er auch einen Windhund beschreibt, “ein falbfarbenes Tier, sehr hochbeinig, mit schmalem Fang, trockenen Gliedmaßen und samtweichem Fell”. Daumas zeigte sich dermaßen beeindruckt von dem großen Berberhund, daß er ihn eingehender studierte und daraufhin begeistert von den Ergebnissen seiner Untersuchung berichtete. Bald darauf machten sich erste Züchter in Europa an die Arbeit – mit bescheidenem Erfolg. Der erste Standard wurde um die Jahrhundertwende veröffentlicht. 1935 erschien dann ein zweiter Standard, der jedoch der Größe sehr viel Spielraum gewährte: 55 cm Widerristhöhe wurden ebenso anerkannt wie 75 cm! Während Kynologen noch nach den Ursprüngen des Hundes suchten, brach der Zweite Weltkrieg aus und setzte ihren Bemühungen langfristig ein Ende. Inzwischen hat man jedoch einen neuen Anlauf genommen, und auch bei uns erwacht langsam das Interesse an diesem außergewöhnlichen Vierbeiner. In seiner Heimat gilt er schon lange als eine Art nationales Kulturerbe und wird aus Gründen der Tradition in sozial gehobenen Schichten gehalten.

Wesen, Haltung

Mehr noch als alle anderen Windhunde ähnelt der Sloughi in seinen Bewegungen einer Katze. Er jagt auf Sicht, verfügt über einen athletischen Körper und stürzt sich auf die erstbeste Beute, die leichtsinnigerweise des Weges kommt. Er räkelt sich lässig auf einem dicken Perserteppich, sagt nichts, nur sein topasfarbener Blick spricht Bände. Er ist mehr für vornehme Zurückhaltung. Wenn er nicht so groß wäre, könnte man ihn für eine Hauskatze halten, denn er ist genauso eigenwillig und gleichermaßen mysteriös. Der Charakter des Sloughis ist vielschichtig. Er liebt seine Familie und ist dieser treu verbunden. Gegenüber Kindern ist er rücksichtsvoll und zärtlich, nie aggressiv. Sloughis sind wachsam, aber keine Kläffer. Sie sind in der Lage ihre Familie zu verteidigen ohne übertriebenen Schutztrieb. Sloughis sind hochintelligent, haben dabei ihren eigenen Kopf und benutzen diesen auch. Der Sloughi hat durchaus eigene Vorstellungen und Ziele, die er versucht durchzusetzen, wobei er sehr ideenreich und beharrlich sein kann. Der Sloughi wird ein Kommando nicht ausführen aus reinem Gehorsam und Unterwürfigkeit. Droht gar eine Strafe ist der Sloughi selbständig genug zu gehen und eben nicht zu seinem Besitzer zurückzukehren. Für die Erziehung eines Sloughis braucht es ein konsequentes Handeln gepaart mit Ruhe und einer gewissen Gelassenheit. Zudem muß der Besitzer akzeptieren, dass sich 1000 Jahre Jagdhunddasein nicht mit wenigen Jahren Hundetraining auslöschen lassen. Der König der Steppe wird heute vor allem in Westeuropa gezüchtet. Einige Sloughis haben die nordafrikanische Heimat zwar bis heute nicht verlassen, die meisten Vertreter der Rasse leben jedoch meilenweit von ihren Ursprüngen entfernt. Inzwischen hat sich der Sloughi unserer modernen, westlichen Welt zwar angepaßt, doch das Blut seiner Vorfahren strömt noch immer in seinen Adern. In der Wüste war selbst das schnellste Wild vor ihm nicht sicher.

Wer den Sloughi heute hält, sollte ihm die Teilnahme an Windhundrennen anbieten. Allerdings reichen die dort zu laufenden Strecken längst nicht aus, um die außergewöhnliche Ausdauer und Intelligenz dieses Hundes zu fördern. Richtigen Spaß bereiten ihm zumeist Coursings, da er da seiner Hetzleidenschaft zusammen mit einer Intelligenten Teamarbeit eines zweiten Sloughis voll auf seine Kosten kommt. Natürlich ist der Sloughi ein Schmuckstück für jede Wohnung, doch diese Funktion reicht ihm bei weitem nicht aus. Damit er ruhig und ausgeglichen bleibt, braucht der athletische Sportler Tag für Tag seinen Auslauf. Im Haus sind Sloughi ruhig und verbringen den größten Teil des Tages auf dem Sofa oder Sessel. Zum Ausgleich benötigen sie täglich Bewegung in Form von Spaziergängen, Begleitung am Fahrrad oder beim Joggen, Spielen mit Artgenossen oder das Training auf einer Windhundrennbahn. Wichtig ist dabei weniger der stundenlange Spaziergang als mehr die Möglichkeit sich einmal täglich austoben und frei bewegen zu können. Wer diese Bewegung seinem Sloughi geben kann, dem ist er tief verbunden.

Ernährung

Die Mahlzeiten auf morgens und abends zu verteilen, ist für die Tiere weitaus angenehmer, als die gesamte Tagesration auf einmal verzehren zu müssen. Es ist weiter darauf zu achten, Windhunde nicht zu schwer zu halten. Auch auf die Gefahr hin, dass andere Hundebesitzer dann behaupten, Ihre Hunde seien unterernährt. Sie können sowohl Trocken- und Nassfutter geben oder auch barfen. Ich füttere meine Sloughis mit Arden Grange Premium Trockenfutter, welches ich etwas einweiche,  und gebe je nach Gusto frisches Obst und auch frisches Fleisch dazu. Hierfür möchte ich eine Obst- und Gemüseliste zur Verfügung stellen:

Obstliste

Äpfel Inhaltsstoffe: Etwa 300 Biosubstanzen wie organische Säuren, Gerbstoffe, Pektin, ätherische Öle, Vitamin C, B, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Natrium, Zucker. Gesundheit: Äpfel sind nicht nur gesund, sondern auch noch kalorienarme Sattmacher. So haben drei mittlere Äpfel gerade mal 250 Kalorien und stecken voller Pektin, einem Ballaststoff, der den Cholesterinspiegel senkt und den Säuregehalt im Körper neutralisiert. “An apple a day keeps the doctor away” sagt ein Sprichwort. Die Pektine aus reifen Äpfeln binden Schlacken und Gifte im Dünn- und Dickdarm und helfen bei deren Ausscheidung. Wichtig: Vorsicht, hier lieber Bio-Produkte einkaufen, da viele Äpfel durch lange Transportzeiten schon nur noch einen Vitaminbruchteil beinhalten, dafür aber viele Schadstoffe mit dem Wachsen und Spritzen erhalten haben. Anwendung: Fast das ganze Jahr über gibt es fast täglich ein Stück Apfel sowohl in die Obst, als auch in die Gemüsemahlzeiten. Immer fein püriert und so rot und süß wie möglich! Bananen Inhaltsstoffe: 10 verschiedene Vitamine, besonders B6, 18 Mineralstoffe und Spurenelemente, besonders Kalium, Magnesium, Zink, Kalzium. Dazu Pantothensäure, Folsäure, Frucht- und Traubenzucker. Glückshormon Serotonin, Schlafmittel Tryptophan. Gesundheit: Optimal wirksam, wenn Schale dunkelgelb mit braunen Flecken! Schützt bei Gastritis die Magenschleimhaut, bessert Magengeschwüre. Normalisiert zu hohes Cholesterin, beugt Adernverkalkung vor. Wichtig: Zu viel Banane kann stopfend wirken. Anwendung: Mit Quark und Apfel zusammen fein püriert und einem Schuß Honig und zusätzlich einem Löffel Hagebuttenpulver eine ideale Obstmahlzeit für morgens oder abends, der kein Hund widerstehen kann. Beeren – starke Früchtchen für die Gesundheit Beeren (z.B. Heidelbeeren und Brombeeren) enthalten als sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe Anthocyane, Proanthocyanidine und weitere phenolische Verbindungen, die ausgeprägte antioxidative Eigenschaften haben und zellschädigende Radikale abbauen können. Solche Radikale sind normale Nebenprodukte des Stoffwechsels, die bei der Energiegewinnung mit Sauerstoff entstehen und auch von einigen Zellarten des Immunsystems zur Abwehr von Krankheitskeimen gebildet werden. Der Organismus besitzt ein wirksames Schutzsystem in Form von Enzymen, antioxidativ wirkenden Vitaminen (A, C, E) und Spurenelementen (Selen, Mangan, Kupfer), so dass im Idealfall ein Gleichgewicht zwischen schädigenden und schützenden Verbindungen besteht. Ist dieses Gleichgewicht durch vermehrte Radikalbildung oder unzureichende Versorgung mit Antioxidantien gestört, spricht man vom „oxidativen Stress“. Kiwis Inhaltsstoffe: Hat dreimal mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte, das Enzym Actinidin, das tierisches Eiweiß spaltet, dazu Gerbsäure. Gesundheit: Kiwis kräftigen das Immunsystem, festigen die Blutgefäße, das Bindegewebe und regen die Muskeltätigkeit an, speziell die des Herzmuskels. Der enthaltenen Proleotynsäure schreibt man zu, dass Cholesterin abgebaut und die Blutzirkulation verbessert wird. Sie sind blutreinigend, harntreibend, abwehrstärkend und unterstützen die Eiweißverdauung. Achtung: Auch hier gilt wegen des erhöhten Vitamin-C- und Säuregehaltes Vorsicht bei Hunden mit Magenproblemen. Anwendung: Überreif und geschält unter den Obstbrei!

Gemüseliste

Fenchel Inhaltsstoffe: Fenchel enthält Menthol-Öl, Anathol und kampferartigen Fenchon. Das Gemüse ist reich an verschiedenen Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium, Kalium und Calcium. Darüber hinaus enthält Fenchel große Mengen an Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E und Folsäure. Gesundheit: Der Geschmack ist sicherlich Gewöhnungssache für den geliebten Wauzi, aber der hohe Vitamin-C-Gehalt sollte zumindest den Besitzer von der Notwendigkeit der abwechslungsreichen und somit auch manchmal fenchelhaltigen Ernährung überzeugen. Anwendung: Vorsicht bei einer homöopathischen Behandlung da stark ätherisch – ansonsten kleine Stücke pürieren und ab unters Gemüse – kleiner Tipp: nicht viel verwenden, sonst bleibt das Futter meist stehen! Karotten/Möhren Inhaltsstoffe: Hohe Mengen an Alpha- und Betacarotin, ätherische Öle (also Vorsicht bei einer homöopathischen Behandlung – diese wird bei gleichzeitiger Fütterung ätherischer Lebensmitel fast unwirksam), Eisen, B-Vitamine, Folsäure, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Pektin. Gesundheit: Karotten sind besonders bekömmlich in der Schonkost. Das liegt unter anderem am Pektingehalt. Pektine quellen im Verdauungstrakt schleimartig auf und schützen so die Magen- und Darmschleimhaut. Beta-Carotin sorgt für die Gesundheit von Augen, Haut und Haar. Pektine und Karotine beugen Krebs vor. In Zusammenhang mit einem Schuß Öl können Vitamine und Gesundstoffe auch richtig aufgeschlossen werden. Anwendung: Geben wir fast täglich fein püriert sowohl unter Gemüse- als auch Obstbrei, aber niemals das Öl vergessen für die fettlöslichen Vitamine. Kohlrabi Inhaltsstoffe: Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Kohlenhydrate, Eiweiß, Calcium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen sowie die Vitamine B1, B2, B6 und ca. 63 mg Vitamin C pro 100 g. Gesundheit: In den Blättern stecken weitaus mehr Nährstoffe, insbesonders der Mineralstoff Phosphor und Carotinoide. Anwendung: Schälen und fein pürieren – leckeres Gemüse, allerdings mit Blähfähigkeit, wobei man bei etwas magenkranken Hunden aufpassen sollte. Kartoffeln – Grenzfall In der Rohernährung kann man hin und wieder, zum Beispiel wenn der eigene Hund nur sehr schlecht an Substanz gewinnt, Alternativ auch mal Kartoffeln unter die Gemüsemahlzeit mischen. Kartoffeln (lt. Solanum tuberosum) bestehen überwiegend aus Wasser, enthalten aber viel Eiweiß und Kohlenhydrate. Sie haben einen sehr geringen Fettanteil, sind ein guter Energielieferant, glutenfrei und liefern Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe.

Pflege

Der Sloughi besitzt ein kurzes, weiches Fell. Er vermeidet Nässe und Schmutz, was die Fellpflege sehr vereinfacht. Trotz seiner zarten Gestalt ist er sehr robust und erreicht nicht selten ein Alter von 13 Jahren oder mehr. Es gibt so gut wie keine Erbkrankheiten. Durch sein Leben in der Wüste hat er gelernt mit extremen Wetterbedingungen klar zu kommen. Er verträgt Wärme aber auch Kälte. Dagegen vermeiden Sloughis Regen und Nässe. Sein kurzes Fell braucht wenig Pflege, es muß ab und zu einmal gebürstet werden. Reinigen Sie auch regelmäßig Augen, Ohren, und Zähne Ihres Hundes, überprüfen Sie seine Sohlenballen und lassen Sie ihn entwurmen und von Parasiten befreien!

 

Gewicht

Zwischen 20 und 30 kg.

Farbe

Alle Tonschattierungen von heller bis zu roter Sandfarbe, mit oder ohne schwarze Maske, mit oder ohne schwarzen Mantel, mit oder ohne schwarze Stromung, mit oder ohne schwarze Wolkung.

Hier eiin gutes Beispiel für die drei Grundtonarten und Zeichnungen: von links nach rechts: rotgestromt ohne Maske, hellsand mit Schattenmaske, rotsand mit schwarzem Mantel ohne Maske.

Durchschnittliche Lebenserwartung

12 bis 14 Jahre.

Andere Namen

Arabischer Windhund, Slougui

Anerkennung durch

FCI (Fédération Cynologie International) FCI-Gruppe 10: Windhunde