Persönlich

Als ich im Alter von 8 Jahren die ersten Windhunde sah, war ich sofort fasziniert von ihrer Andersartigkeit. Insbesondere sprach mich die geheimnisvolle Aura und Ästhetik der Sloughis an. Da man als Kind nur Wünsche, aber keine unabdingbaren Forderungen stellen kann, dauerte es noch eine geraume Zeit bis meine erste Sloughia (so nennt man in Fachkreisen eine Sloughihündin) 2001 bei mir einzog.

Es war Bershebas Jalajil, die schon 4-jährig zu mir kam. Ich kannte sie bereits als entzückenden Welpen und nahm sie nachdem sie von einem nicht idealen Platz zum Züchter Dieter Grams zurückkam, sofort bei mir auf. Wir wurden schnell ein gutes Team und sie blühte innerhalb kürzester Zeit zu voller Schönheit und Gelassenheit auf. Zusammen errangen wir in kürzester Zeit fünf Championatstiteln (Deutscher-, Österreichischer-, VDH-, Internationaler- und Schweizer Champion). Ihre erfolgreiche Ausstellungskarriere beendete sie mit dem Schweizer Veteranenchampion. Aufgrund ihres souveränen, ausgeglichenen Wesens hatte sie sich als idealer Therapiehund (tiergestützte Therapie) erwiesen.

Da ich mich von Anfang an auch für Zucht interessierte, war ich damit einverstanden, dass Bersheba`s Jalajil Welpen haben sollte.  An dieser Stelle möchte ich mich bei den Sloughizüchtern und -freunden bedanken, die mir vieles mit auf den Weg gegeben haben und meine Vorstellung vom Sloughi maßgeblich mit geprägt haben. Allen voran Herrn Dieter Grams (Bershebas Kennel), Susanne Mühlemann (Tepe Gawra Saluqis), Madame Rey-Przeździecki (du Montouchet de la Horde d‘Or), Gervais Cazin und Alain Brigel (Magistère) haben mich gefördert und unterstützt. Nach langer Überlegung und auf langfristige Zuchtplanung abzielend, wurde der erfolgreiche libyische Sloughi-Importrüde Dukal umm bershebas el Abid ausgewählt. Dukal war der erste Sloughi seit 40 Jahren, der aus Libyen den Weg in ein westliches Land gefunden hatte.

Jalajil erwies sich ihrer mütterlichen Ausstrahlung und Feminität entsprechend als hervorragende Zuchthündin und Vererberin. Ihre Kinder, Enkel und Urenkel sind inzwischen in der Sloughizucht und im Windhundesport weltweit erfolgreich. Sie schenkte am 10.08.2003 sieben Welpen das Leben. Es waren vier Rüden und drei Hündinnen. Es gab hinsichtlich der Farbe der Welpen eine Überraschung. Aufgrund des sehr hellsandfarbenen Haarkleides von Dukal hätte wohl niemand damit gerechnet, dass alle sandfarben mit schwarzen Mantel würden.

Meine zweite Hündin auszuwählen, erwies sich als sehr schwierig, da sie sich alle sehr glichen. Doch dann durfte Sharooz bei der Mama und mir bleiben. Ihre Ausstellungskarriere war noch erfolgreicher. Leider konnte sie ihre sportlichen Fähigkeiten nicht im Coursing zeigen, da sie bei ihrem ersten Training derart hart attackiert wurde, dass sie innerhalb der Laufwettbewerbe nicht mehr an den Konkurrenten sich vorbeitraute, obwohl sie fast immer schneller war. Umso mehr freue ich mich drüber, dass ihre Geschwister ausserordentlich erfolgreich waren. Ihre Brüder Shoukran und Sharqui und ihre Schwestern Shayma und Shabbura haben viel Erfolg gehabt im Windhundesport. Die Nachzucht der Geschwister ist sogar europaweit noch erfolgreicher.

Um mir meine Zuchtbasis zu sichern, beschloss ich eine Sloughia aus Tunesien zu importieren. Es erwies sich als kein leichtes, kostspieliges Unterfangen. Aufgrund der Einfuhrbedingungen innerhalb der EU wird es einem nicht leicht gemacht, Sloughis aus dem Ursprungsländern zu importieren. Hatte ich ursprünglich vor, einen Welpen zu importieren, musste ich feststellen, dass aufgrund der Grundimmunisierung und der Nachweise der Tittertests ein Hund nicht vor ca. 7 Monaten Lebensalter in die EU eingeführt werden kann. So entschied ich mich für eine bereits erwachsene Sloughihündin im Alter von fast zwei Jahren. Sie kam im Juni 2011 zu mir. Ihr Name ist Chahrazed und damit heisst sie wie die Erzählerin aus 1001 Nacht. Wenn man ihr in die schön geschminkten Augen sieht, könnte man meinen, sie sei diese Erzählerin. Ich habe es keine Sekunde bereut und freue mich nun mit ihr meine eigene Zucht zu starten.
Der Zuchtname „Shubah al warda“ bedeutet meinen Nachnamen auf arabisch übersetzt. Er wurde am 05.09.2012 von der FCI anerkannt. Besonderes Augenmerk lege ich bei meinem Zuchtideal und der Zuchtauswahl auf Ursprünglichkeit und Gesundheit. Daher sind meine Würfe sorgfältig über Jahre im Voraus geplant. So wie im C Wurf, als wir erstmalig in der Geschichte der Sloughizucht seit 1980 wieder zwei Originalimporte aus Tunesien verpaaren konnten. Die Welpen diese Wurfes zeigen alle Qualitäten, die ich mir beim Sloughi wünsche.

Meine Welpen werden in unserem Haus mit einem sehr intensiven Kontakt zu uns und zum Rudel meiner anderen erwachsenen Sloughis aufwachsen. Ich lege großen Wert darauf, dass die Welpen früh das alltägliche Familienleben kennenlernen. So bekommen sie Besuch von Nachbarskindern, werden an Staubsauger und Musik und andere Geräusche (Straßenverkehr und öffentliche Verkehrsmittel) gewöhnt, erlernen das Gehen an der Leine, unternehmen erste Ausflüge mit dem Auto und vieles mehr. Die Welpen werden regelmäßig entwurmt, in der 8. und 12. Woche erhalten sie eine 5fach-Impfung (SHA2PPi/L) und werden mit einem Chip gekennzeichnet.
Meine Sloughis leben als Familienmitglieder mit uns in unserem Haus, können im Garten toben und spielen und kennen keine Zwingerhaltung.

Sie bekommen im Alltag Abwechslung durch Spaziergänge, Besuche von Freunden und ihren Hundefreunden, Radfahren und Training auf der Rennbahn.

Wir sind auf Ausstellungen, bei Rennen und Coursings anzutreffen.

Für meine Hundekinder wünsche ich mir Sloughi-begeisterte Menschen, die ihnen ein windhundgerechtes Leben bieten können. Die Teilnahme der Eigentümer an Ausstellungen, Rennen und Coursings stehen für uns im Hintergrund. Sollte jedoch Interesse bestehen, unterstützen wir Sie anfangs sehr gern.

Ich freue mich sehr, wenn die Eigentümer auch nach der Abgabe Kontakt halten und mich über die Entwicklung meiner gezüchteten Hunde auf dem Laufenden halten.